Unsere Schule · Seminarschule

Seminare für Studienreferendare

Vom Studium in den Schulalltag

Die Realschule Höchberg ist Seminarschule und bildet Studienreferendarinnen und Studienreferendare aus. In sieben Fachseminaren und ergänzenden allgemeinen Seminarfächern begleiten erfahrene Seminarlehrkräfte den Weg vom Studium in den Schulalltag — praxisnah, persönlich und fachlich fundiert.

7

Fachseminare

11

Studienreferendare im 1. Ausbildungsjahr

14

Referendare im Einsatz


71

Lehrkräfte im Kollegium


Fachseminare

Die sieben Fachseminare der Realschule Höchberg – Fach für Fach: Wer ausbildet und wie das Seminar arbeitet.

Seminarlehrer · N.N. (Neubesetzung folgt)

„Wenn wir die Menschen nur nehmen, wie sie sind, so machen wir sie schlechter. Wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.“ – J. W. v. Goethe

Im Deutschseminar wird jeder Referendar möglichst von Beginn an als Lehrkraft gesehen. Der Schritt vom Studenten zum Lehrer soll rasch vollzogen werden – der Sprung ins kalte Wasser aber immer „an der Hand“ des Seminarlehrers. Der Ablauf strukturiert sich epochal: erst Hospitation der Lehrbeispiele, ab der dritten Woche eigene Unterrichtsstunden, ab den Herbstferien Zuteilung zu einer Klasse. Pro Woche finden zwei Fachsitzungen und mindestens eine Arbeitssitzung statt.

Feste Projekte des Deutschseminars: Organisation einer Lesenacht · Bibliotheksbesuch mit einer 5. Klasse · Lektüresequenzen · Schreibwerkstatt · Klassenzimmergestaltung durch kreatives Schreiben · Beteiligung am Schnuppernachmittag · Beteiligung an der Projektpräsentation · Probeunterricht · Abschlussprüfungskorrekturen · Gestaltung eines Lernzirkels.

Seminarlehrer · Silke Michels

„Die Mathematik als Fachgebiet ist so ernst, dass man keine Gelegenheit versäumen sollte, sie etwas unterhaltsamer zu gestalten.“- Blaise Pascal

Gemäß diesem Zitat arbeitet das Fachseminar daran, den Spaß an der Mathematik durch lebens- und praxisnahe Aufgaben sowie spielerische Elemente bei den Schülern zu wecken. Ein wesentlicher Bestandteil der wöchentlichen Fachsitzungen ist die Veranschaulichung mathematischer Inhalte. Die Studienreferendare lernen, verschiedene Medien wie grafikfähige Taschenrechner, dynamische Geometrieprogramme, Modelle und das Activboard sinnvoll einzusetzen.

Darüber hinaus stehen Kommunikationsfähigkeit, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein der Schüler im Mittelpunkt. In Einzelgesprächen mit der Seminarlehrerin erhalten die Referendare regelmäßig Rückmeldung. Mathematik – ein Fach, in dem man fürs Leben lernt!

Seminarlehrer · Martin Zimmer

„Wie entsteht eine Fata Morgana?“ – „Wie kann man das Licht einer Glühlampe mit einer Schere ‚ausschneiden‘?“

Das sind zwei von vielen hundert Fragen, die unseren Schülern im Physikunterricht begegnen. Die Schule ist räumlich und materiell so ausgestattet, dass nahezu alle Facetten eines zeitgemäßen Physikunterrichtes kennengelernt werden können: zwei helle, geräumige, auf neuesten Stand gebrachte Fachräume – einer als Stufensaal, der andere als Schülerübungssaal. Die Physiksammlung ermöglicht experimentelles – auch computergestütztes – Arbeiten zu allen Themenbereichen des Lehrplans.

Großer Wert wird auf handlungsorientierte Unterrichtsformen gelegt, wozu umfangreiches Schülerübungsmaterial zur Verfügung steht. Das Grundkonzept der Seminarausbildung besteht darin, aus dem fragend-entwickelnden Vorgehen handlungsorientierte Unterrichtsformen zu generieren. Bedingt durch die Nähe zur Universitätsstadt Würzburg werden jedes Schuljahr auch außerschulische Lernorte aufgesucht, in die die Referendare aktiv eingebunden sind.

Seminarlehrer · Karin Kasberger

„Die Kreativität des Menschen ist das wahre Kapital.“Joseph Beuys

Allgemeines: Einbringung in die Schulhausgestaltung, Gestaltung der Weihnachtskarten, Schnuppernachmittag für die neuen 5.-Klässler, Informationsabend für die 6. Klasse.

Aufbau des Kunstunterrichts nach Jahrgangsstufen:

  • 5. Klasse: 3-stündig Werken
  • 6. Klasse: 3-stündig Kunst
  • 7. Klasse: 2-stündig Kunst (eine praktische Schulaufgabe Malerei/Zeichnung), 1-stündig Kunstgeschichte (Romanik und Gotik)
  • 8. Klasse: 2-stündig Kunst (praktische Schulaufgabe Malerei/Zeichnung/Collage), 1-stündig Kunstgeschichte (Renaissance und Barock); erste Vernissage am Schuljahresende
  • 9. Klasse: 2-stündig Kunst (Projektarbeit Nov.–Jan., evtl. Ausstellung), 1-stündig Kunstgeschichte (Klassizismus, Romantik, Realismus, Impressionismus)
  • 10. Klasse: 2-stündig Kunst (praktische Schulaufgabe thematisch zur Abschlussprüfung), 1-stündig Kunstgeschichte

Seminarlehrer · Andreas Herrmann

Denn gemeinsam ist man weniger allein – getreu diesem Motto arbeitet das Fachseminar Katholische Religionslehre zusammen. In den wöchentlich stattfindenden Fachsitzungen bekommen die Studienreferendare Feedback und Tipps zur Unterrichtsgestaltung. Gemeinsam wird über „schwierige“ Themen diskutiert und über die Probleme des Schulalltags gesprochen.

Mit spirituellen Impulsen schaffen wir kleine Erholungsoasen im Alltag und nehmen uns Zeit für uns selbst. In der Vorbereitung und Gestaltung von Schulgottesdiensten werden wir Studienreferendare optimal auf das spätere Aufgabenspektrum vorbereitet. Religion – ein Unterrichtsfach wie jedes andere und doch ganz anders!

Selbstverständlich werden dabei auch pädagogische Fragestellungen, Bewertungen und Abwägungen der Sachverhalte diskutiert, um ein Grundverständnis für schulkundliche Belange aufzubauen.

Seminarlehrer · Veronika Kehl

Das Studienseminar Wirtschaftswissenschaften teilt sich in Wirtschaft und Recht (WiR) und Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen (BwR) auf – beides wird zusammen studiert und bildet in der Seminarausbildung eine Einheit. WiR wird in allen Zweigen in der 9. Jahrgangsstufe unterrichtet, BwR schwerpunktmäßig in der Wahlpflichtfächergruppe II.

Für BwR liegt der Fokus darauf, das Berechnen, Kalkulieren und Buchen von Geschäftsvorfällen (7.–9. Jgst.) sowie die Kostenkalkulation (10. Jgst.) möglichst schülerorientiert aufzubereiten. In WiR liegt ein besonderes Augenmerk auf dem deutschen Wirtschaftssystem und unserer Rechtsordnung. Methoden, Sozialformen und Kompetenzen werden in wöchentlichen Fachsitzungen erarbeitet.

Seminarlehrer · Philipp Beyer

Dass Politik und Gesellschaft mehr ist als Institutionenkunde, hat sich hoffentlich herumgesprochen. Als sozialwissenschaftliches Querschnittsfach nutzt es Erkenntnisse der Politikwissenschaft, der Soziologie und der Volkswirtschaftslehre. Da politischer Unterricht meist dem Prinzip des exemplarischen Lernens folgt, sind schnell Kenntnisse über breite Bereiche des gesellschaftlichen Lebens nötig.

Wie wird aus einem aktuellen Thema eine konkrete Stunde? Was ist bei der Sequenzgestaltung zu beachten? Welche Methoden, welche Werte? Diese Fragen werden in wöchentlichen Fachsitzungen, Einzelgesprächen und durch viel praktische Erfahrung beantwortet.

Allgemeine Seminarfächer

Diese Seminare besuchen alle Referendarinnen und Referendare – unabhängig von ihrer Fächerkombination.

Seminarlehrer · Dr. Peter Schüll

In den Seminarsitzungen Schulrecht/Schulkunde werden unter Einbeziehung aktueller, konkreter Ereignisse aus dem Schulalltag wesentliche rechtliche Bestimmungen aus dem BayEUG (Erziehungs- und Unterrichtsgesetz), der RSO (Realschulordnung), der BaySchO (Schulordnung), der LDO (Lehrerdienstordnung) usw. besprochen.

Selbstverständlich werden dabei auch pädagogische Fragestellungen, Bewertungen und Abwägungen der Sachverhalte diskutiert, um ein Grundverständnis für schulkundliche Belange aufzubauen.

Seminarlehrer · Philipp Beyer

Warum Politikunterricht für Referendare? Zum einen soll jede Lehrkraft ihrem verfassungsrechtlichen Auftrag aus Art. 131 BayVerf – der Demokratieerziehung – nachkommen können. Dafür muss sie den Schülern ein Vorbild sein, das fachkundig Auskunft gibt, kritisch Stellung bezieht und demokratische Werte aktiv vorlebt (Achtung der Menschenrechte, freiheitlich-demokratische Grundordnung).

Zum anderen verkörpert der Lehrer als Beamter den Staat als Teil der Exekutive. In diese Rolle hineinzuwachsen – mit teils widersprüchlichen Erwartungen wie dem Gebot parteipolitischer Neutralität bei gleichzeitiger Vorbildrolle als politischer Bürger – dabei soll die Ausbildung helfen.

Seminarlehrer · N.N. (Neubesetzung folgt)

Im Pädagogik-Seminar, das wöchentlich eine Doppelstunde umfasst, wird vor allem Wert auf eine möglichst praxisnahe Ausbildung gelegt, um den Referendaren das Rüstzeug zu vermitteln, den vielfältigen Anforderungen des Lehrerberufs gerecht zu werden.

Folgende Themenschwerpunkte sind vorgesehen:

  • Erziehen und Bilden
  • Lehren und Lernen
  • Fördern und Beraten
  • Schule gestalten und entwickeln

Es wird eine Vielzahl von Methoden, Unterrichtsformen und Prinzipien erarbeitet, damit die Referendare befähigt werden, den Alltag an der Realschule zu meistern und in ihre neue Rolle als Lehrkräfte hineinzuwachsen.

Seminarlehrer · Kathrin Glaser

In den wöchentlichen Fachsitzungen „Psychologie“ werden die Studienreferendar:innen begleitet und unterstützt, ihr an der Universität erworbenes Wissen in die Praxis umzusetzen und das selbstständige Unterrichten schrittweise zu erlernen.

Unter Anleitung der Seminarlehrkraft und im Austausch mit den Kolleg:innen werden spezifische Unterrichtssituationen reflektiert, konkrete Problemlösungsstrategien erarbeitet und nach Handlungsoptionen gesucht. So vertiefen die Referendar:innen ihr Verständnis für die kognitiven und emotionalen Befindlichkeiten ihrer Schüler:innen, erweitern ihr Handlungsrepertoire und stärken ihre Lehrerpersönlichkeit.